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Bitcoin-Automaten in der Schweiz
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Der Kauf am Krypto-Automaten kostet bei Värdex Suisse 11 % Kommission plus CHF 4 pro Auftrag. Ohne Ausweis geht es bis CHF 1’000, bei Bargeld innerhalb von 30 Tagen und bei Karte oder TWINT innerhalb von 24 Stunden. Ausgegeben wird ein gedrucktes Paper Wallet. Verkaufen ist möglich, gegen Hundertfrankennoten.
Was der Automat kostet
Der Preis ist die Frage, auf die dieses Thema hinausläuft. Die Karten- und Standortdienste beantworten sie nicht. Värdex Suisse tut es, in einem Hilfeartikel:
| Kommission | 11 % |
| Feste Transaktionsgebühr | CHF 4 |
| Mindestbetrag | CHF 50 oder EUR 50 |
| Enthalten im | angezeigten Wechselkurs |
Die Kommission steckt im Kurs. Der Betreiber schreibt, der Kauf- und Verkaufskurs am Gerät enthalte die Kommission bereits, abhängig vom Standort und von der Marktlage. Auf dem Bildschirm erscheint deshalb ein Kurs, der bereits schlechter ist als der Marktkurs. Ein eigener Gebührenposten fehlt.
Was das in Franken bedeutet. Bei einem Kauf über CHF 200 gehen rund CHF 26 an den Betreiber. Bei CHF 500 sind es rund CHF 59. Zum Vergleich verlangt Relai 1.0 % und Mt Pelerin 1.3 %, also CHF 2 bis CHF 3 bei einem Kauf über CHF 200.
Värdex begründet die Höhe mit den Kosten für Wartung, Betrieb, Sicherheit und Compliance eines Automatennetzes und hält fest, die Gebühren lägen «sometimes higher» als bei Onlinediensten. Die Begründung ist nachvollziehbar. Der Aufschlag bleibt der höchste im Schweizer Vergleich.
Die Grenze hängt an der Zahlungsart
In den Texten über Schweizer Bitcoin-Automaten stehen zwei Zahlen nebeneinander: CHF 1’000 pro Tag und CHF 1’000 pro 30 Tage. Beide stimmen.
| Zahlungsart | Grenze ohne Identifikation |
|---|---|
| Bargeld in Franken | CHF 1’000 pro Person in 30 Tagen |
| Bargeld in Euro | EUR 900 pro Person in 30 Tagen |
| Karte oder TWINT | CHF 1’000 pro Person in 24 Stunden |
| Verkauf | CHF 1’000 pro Person in 30 Tagen |
Der Grund steht in der Geldwäschereiverordnung der FINMA. Artikel 51a Absatz 1 verlangt eine Identifikation, sobald eine Transaktion mit einer virtuellen Währung oder mehrere miteinander verbundene Transaktionen «den Betrag von 1000 Franken erreichen oder übersteigen».
Absatz 1bis geht einen Schritt weiter, aber nur für einen Fall: Bei «Barzahlungen oder der Entgegennahme von anderen anonymen Zahlungsmitteln» muss der Finanzintermediär «technische Vorkehrungen» treffen, damit der Schwellenwert nicht durch verbundene Transaktionen innerhalb von 30 Tagen überschritten wird. In Kraft ist dieser Absatz seit dem 1. Januar 2023.
Eine Karte ist kein anonymes Zahlungsmittel. Sie trägt eine Identität. Der Betreiber speichert nach seinen Nutzungsbedingungen die letzten vier Stellen. Damit greift Absatz 1bis nicht. Der Betreiber kann deshalb ein kürzeres Fenster wählen. Värdex hat sich für 24 Stunden entschieden.
Wer also liest, am Automaten seien CHF 1’000 pro Tag möglich, liest über Kartenzahlung. Wer CHF 1’000 pro Monat liest, liest über Bargeld. Die Verwirrung im Feld entsteht daraus, dass fast niemand die Zahlungsart dazu schreibt.
Der SBB-Billettautomat passt ins Bild. Dort gelten CHF 500 pro Tag und CHF 999 pro Monat, also ein Franken unter dem Schwellenwert. Der Kauf läuft dort über Bargeld oder Debitkarte. Die Monatsgrenze folgt derselben Regel. Was dort sonst gilt, steht in Bitcoin bar kaufen in der Schweiz.
Wie ein Kauf abläuft
Der Ablauf unterscheidet sich je nach Zahlungsart in einer Einzelheit, die wichtiger ist, als sie aussieht.
Mit Bargeld. Kryptowährung wählen, «BUY» drücken, Bedingungen annehmen, Mobilnummer mit Landesvorwahl eingeben und den zugesandten Einmalcode bestätigen. Danach druckt der Automat das Paper Wallet. Erst dann werden die Noten eingelegt. Der Betreiber schreibt das ausdrücklich so: Banknoten erst einwerfen, wenn ein unbeschädigter Ausdruck vorliegt.
Mit Karte oder TWINT. Kryptowährung wählen, «BUY» drücken, bargeldlose Zahlung wählen, den Anweisungen am Terminal folgen. Auch hier gilt: erst zahlen, wenn das Paper Wallet gedruckt ist.
Danach dauert es. Die gekaufte Menge muss im Netzwerk bestätigt werden. Der Betreiber nennt dafür bis zu 24 Stunden und bittet erst danach um eine Rückmeldung, falls nichts angekommen ist.
Wie ein Verkauf abläuft
Der Verkauf am Automaten ist der Teil, den der SBB-Billettautomat nicht kann. Er läuft unter Zeitdruck.
- Am Gerät «Bitcoin» und dann «SELL» wählen. Andere Kryptowährungen sind für den Verkauf nicht vorgesehen.
- Den gewünschten Frankenbetrag wählen. Ausbezahlt wird in Hundertfrankennoten, der Betrag ist also ein Vielfaches davon.
- Mobilnummer eingeben und den Einmalcode bestätigen.
- Der Automat druckt ein Ticket mit einer Adresse des Betreibers.
- Innert zehn Minuten den genauen Betrag von der eigenen Wallet an diese Adresse senden.
- Auf die Bestätigung im Netzwerk warten. Der Betreiber nennt dafür 15 bis 60 Minuten. Danach lässt sich das Bargeld beziehen.
Zwei Fallen nennt der Betreiber selbst. Wer mehr oder weniger als den angezeigten Betrag sendet, bringt die Transaktion zum Scheitern. Und wer von einer Handelsplattform statt aus der eigenen Wallet sendet, riskiert dasselbe, weil deren Auszahlungen länger brauchen als die Frist.
Wer den Rückweg lieber über ein Konto nimmt, findet die Anbieter und ihre Kosten in Bitcoin verkaufen in der Schweiz.
Wo die Automaten stehen
Die Betreiber führen eigene Standortkarten und pflegen sie laufend. Värdex Suisse gibt für sein Netz über 80 Automaten in der Schweiz an und verweist auf einen Standortfinder auf der eigenen Seite.
Eine Gesamtzahl über alle Betreiber steht hier nicht. Die Zahlen, die dazu kursieren, stammen aus Verzeichnissen Dritter, deren Zustandekommen sich nicht nachvollziehen lässt. Ein Automat, der abgebaut wurde, verschwindet dort nicht zwangsläufig.
Und eine Liste der Standorte steht hier auch nicht. Sie wäre am Tag der Veröffentlichung richtig und ein halbes Jahr später falsch, ohne dass es jemand merkt. Die Karten der Betreiber sind der bessere Ort dafür.
Wenn etwas schiefgeht
Die Nutzungsbedingungen regeln zwei Fälle, die im Alltag vorkommen.
Der Betrag kommt nicht auf dem Paper Wallet an. Der Betreiber sieht dafür eine Rückerstattung vor, und zwar des Kryptobetrags abzüglich einer Bearbeitungsgebühr, zurück an die ursprüngliche Wallet. Beziffert ist diese Gebühr in den Bedingungen nicht. Ändert sich der Kurs bis zur Rückerstattung, wird die zurückgegebene Menge nach den Bedingungen entsprechend angepasst.
Das Bargeld nach einem Verkauf bleibt liegen. Wer die Bitcoin gesendet, das Geld am Gerät aber nicht bezogen hat, hat dafür laut den Bedingungen 55 Tage Zeit. Danach ist der Anspruch nicht mehr über den Automaten einlösbar.
Was der Betreiber über dich speichert
Ohne Ausweis heisst nicht ohne Datenspur. Nach den eigenen Nutzungsbedingungen fallen an:
- die Mobilnummer bei Barzahlung, verbunden mit einem Einmalcode
- die letzten vier Stellen der Karte bei bargeldloser Zahlung
- Bild- und Tonaufnahmen während der Nutzung des Geräts
Der Betreiber hält fest, diese Angaben an Dritte weiterzugeben, wo er gesetzlich dazu verpflichtet ist. Dazu kommt, was ohnehin gilt: Jede Bitcoin-Zahlung bleibt dauerhaft und öffentlich im Netzwerk sichtbar.
Was in der Schweiz anders ist
Die Aufsicht läuft über eine Selbstregulierungsorganisation und nicht über eine Bewilligung der FINMA. Värdex Suisse ist nach eigenen Angaben Mitglied des VQF und darf als Finanzintermediär im Parabankenbereich tätig sein. Das ist der übliche Weg für Anbieter dieser Grösse und bedeutet nicht dieselbe Aufsicht wie bei einer Bank.
Der zweite Unterschied ist die Mobilnummer. Verlangt wird eine gültige Schweizer oder EU-Nummer. Eine solche Nummer ist hier einer Person zugeordnet. Ohne Ausweis heisst deshalb nicht ohne Spur. Dazu kommen nach den Nutzungsbedingungen Bild- und Tonaufnahmen am Gerät.
Wann der Automat die richtige Wahl ist
Für einen ersten kleinen Betrag gegen Bargeld, wenn dir der Preis dafür bekannt ist. Für einen Verkauf, wenn du Noten in der Hand brauchst statt einer Gutschrift in ein paar Tagen. Und für den Fall, dass kein Bankkonto zur Verfügung steht.
Für alles andere ist er der teuerste Weg im Land. Der Automat ist einer von mehreren Wegen, bar zu kaufen, und nicht umgekehrt. Die übergeordnete Frage samt den anderen Wegen behandelt Bitcoin bar kaufen in der Schweiz. Was die übrigen Anbieter verlangen und wie der Kauf dort abläuft, steht im Überblick über alle Kaufwege.
Häufige Fragen
Was kostet ein Bitcoin-Automat in der Schweiz?
Värdex Suisse als grösster Betreiber weist eine Kommission von 11 % und eine feste Transaktionsgebühr von CHF 4 aus. Der Wechselkurs am Gerät enthält diese Kommission bereits.
Wie viel Bitcoin darf ich am Automaten ohne Ausweis kaufen?
Bei Barzahlung CHF 1'000 pro Person innerhalb von 30 Tagen, bei Karte oder TWINT CHF 1'000 pro Person innerhalb von 24 Stunden. Verlangt wird eine gültige Schweizer oder EU-Mobilnummer.
Wo stehen Bitcoin-Automaten in der Schweiz?
Die Betreiber führen eigene Standortkarten, die laufend nachgeführt werden. Värdex Suisse gibt für sein Netz über 80 Automaten in der Schweiz an. Eine belastbare Gesamtzahl über alle Betreiber gibt es nicht.
Kann man am Automaten auch Bitcoin verkaufen?
Ja, bei Värdex Suisse. Der Verkauf ist auf Bitcoin beschränkt und wird in Hundertfrankennoten ausbezahlt. Der Betrag muss innert zehn Minuten an die angezeigte Adresse gesendet werden.
Ist der Kauf am Automaten anonym?
Nein. Verlangt wird eine Mobilnummer, bei Kartenzahlung zusätzlich die letzten vier Stellen der Karte. Der Betreiber verarbeitet ausserdem Bild- und Tonaufnahmen am Gerät.
Quellen
- Värdex Suisse SA, ATM Network , abgerufen am
- Värdex Suisse SA, Fees and Commissions , abgerufen am
- Värdex Suisse SA, Frequently asked questions , abgerufen am
- Värdex Suisse SA, How to buy cryptocurrencies with cash at our ATM , abgerufen am
- Värdex Suisse SA, How to sell cryptocurrencies at the ATM , abgerufen am
- Värdex Suisse SA, ATM Terms of Use and Exchange Transaction Provisions , abgerufen am
- Värdex Suisse SA, Financial Regulations , abgerufen am
- Geldwäschereiverordnung-FINMA (GwV-FINMA), SR 955.033.0, Artikel 51a , abgerufen am
- Bity SA, Unternehmensseite, Stand 22. August 2026 , abgerufen am
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