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Bitcoin kaufen in der Schweiz
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In der Schweiz führen fünf Wege zum Bitcoin: eine spezialisierte App, ein Broker, die eigene Bank, der Billettautomat der SBB und der Krypto-Automat. Alle fünf funktionieren. Die meisten Anbieter verlangen rund ein Prozent an ausgewiesenen Gebühren, die Luzerner Kantonalbank auf der untersten Stufe 1.80 %. Bei keinem Anbieter ist das der ganze Preis, weil keiner seinen Spread beziffert. Wichtiger als der Preis ist die Frage, wer nach dem Kauf den Schlüssel hält.
Die fünf Wege
| Weg | Wie es läuft | Abhebung auf eigene Adresse | Für wen |
|---|---|---|---|
| Spezialisierte App | Konto am Handy, Kauf in Minuten, Sparplan meist eingebaut | in der Regel vorgesehen | regelmässiges Sparen, Einstieg |
| Broker | Wertschriftenkonto, Bitcoin neben Aktien im selben Depot | je nach Anbieter, meist gegen Gebühr | wer ohnehin ein Depot führt |
| Eigene Bank | direkt im E-Banking, Konto besteht schon | häufig ausgeschlossen | wer alles an einer Stelle will |
| SBB-Billettautomat | Bargeld einwerfen, Paper Wallet drucken lassen | nicht vorgesehen | kleine Beträge, ohne Konto |
| Krypto-Automat | Bargeld, Karte oder TWINT, Paper Wallet drucken lassen | nicht vorgesehen | wer Bargeld einsetzen oder auszahlen will |
Die Tabelle nennt bewusst keine Preise. Gebühren ändern sich, und ein Vergleich mit veralteten Zahlen ist schlechter als keiner. Die Konditionen stehen weiter unten, jeweils mit dem Datum, an dem sie zuletzt an der Seite des Anbieters geprüft wurden.
App und Broker
Anbieter, die ausschliesslich oder überwiegend Bitcoin verkaufen, sind für den Einstieg am unkompliziertesten. Sie verlangen in der Regel einen Prozentsatz auf den Kaufbetrag, bieten Sparpläne an, und der Abzug auf eine eigene Wallet gehört üblicherweise zum Angebot.
Broker richten sich an Menschen, die ohnehin ein Wertschriftendepot führen. Der Bitcoin erscheint dann neben den Aktien im selben Auszug, was die Steuererklärung vereinfacht. Der Preis dafür ist meist eine Depotgebühr, die auch dann anfällt, wenn gar nicht gehandelt wird.
Die eigene Bank
Mehrere Schweizer Banken bieten Bitcoin direkt im E-Banking an. Der Vorteil ist die Bequemlichkeit. Ein Teil dieser Angebote sieht die Auszahlung auf eine eigene Adresse allerdings nicht vor; bei der Zürcher Kantonalbank und bei PostFinance ist sie auf deren eigenen Seiten ausdrücklich ausgeschlossen. Welches Institut was zulässt, steht unter Schweizer Banken mit Bitcoin-Angebot.
Der SBB-Billettautomat
Diesen Weg gibt es so nur hier. An allen SBB-Billettautomaten lässt sich rund um die Uhr ein Bitcoin-Paper-Wallet kaufen, für Beträge zwischen CHF 20 und CHF 500. Bezahlt wird mit Bargeld, PostFinance Card oder Maestro. Verlangt wird eine Schweizer Mobilnummer, an die ein Sicherheitscode geht, und kein Ausweis. Betrieben wird der Dienst von der SweePay AG mit Sitz in Zug. Die Nutzungsbedingungen nennen eine Kauflimite von CHF 500 pro Tag und CHF 999 pro Monat. Ein Verkauf ist nicht vorgesehen.
Der Nachteil ist erheblich. Der Automat druckt ein Paper Wallet, also einen privaten Schlüssel auf Papier. Diesen Schlüssel hat ein Gerät erzeugt, dessen Innenleben der Käufer nicht gesehen hat, und gedruckt hat ihn ein Drucker, den er ebenfalls nicht kontrolliert. Wer den Betrag nicht zeitnah auf eine selbst erzeugte Wallet überträgt, hält einen Schlüssel, dessen Entstehung er nicht überprüfen kann.
Für einen Kauf von CHF 50, um die Sache einmal auszuprobieren, ist das vertretbar. Als Ort für einen Bestand, den man behalten will, ist es der schwächste der fünf Wege.
Dazu kommt: Weder die SBB-Seite noch die Nutzungsbedingungen beziffern die Wechselgebühr. Die Bedingungen sprechen von «Wechselkurs und eine Wechselgebühr, die vor Kaufabschluss von Ihnen akzeptiert wurden». Den Betrag erfährt man also erst am Gerät, unmittelbar vor dem Kauf, und ein Vergleich vorher ist damit ausgeschlossen.
Der Krypto-Automat
Die eigenständigen Automaten sind ein anderer Weg als der Billettautomat. Sie nehmen Bargeld in Franken und Euro, dazu Karte und TWINT, und sie sind die einzige Stelle im Land, an der sich Bitcoin gegen Noten zurückverkaufen lässt. Der grösste Betreiber, die Värdex Suisse, gibt für sein Netz über 80 Automaten in der Schweiz an.
Der Preis ordnet den Weg sofort ein. Värdex weist eine Kommission von 11 % aus, dazu CHF 4 pro Auftrag. Bei einem Kauf über CHF 200 sind das rund CHF 26. Über eine App kostet derselbe Kauf CHF 2 bis CHF 3.
Auch dieser Automat druckt ein Paper Wallet, mit demselben Vorbehalt wie oben. Ohne Ausweis geht es bis CHF 1’000, bei Bargeld innerhalb von 30 Tagen und bei Karte oder TWINT innerhalb von 24 Stunden.
Wofür sich der Weg eignet: wenn Bargeld im Spiel sein muss, in die eine oder die andere Richtung. Alles Weitere steht in Bitcoin-Automaten in der Schweiz.
Was der Kauf tatsächlich kostet
| Anbieter | Art | Gebühr | Spread | Abhebung auf eigene Adresse | Sparplan | Nachteil | Geprüft |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Relai (Partner) | App | 1 % | noch nicht erhoben | ja | ja | Die Preisseite nennt neben der Servicegebühr von 1.0 % ausdrücklich «eine geringe Preisspanne», beziffert sie aber nicht. Der tatsächliche Preis liegt damit über dem ausgewiesenen Satz. Kartenzahlung kostet zusätzlich 3.0 %. Mindestbetrag 50 CHF. | 9. August 2026 |
| Mt Pelerin | App | 1.3 % | noch nicht erhoben | ja, CHF 0 | noch nicht erhoben | Die Preisseite staffelt nach dem Umsatz eines Jahres: Die ersten CHF 500 sind gebührenfrei, danach kostet die Banküberweisung 1.3 % und sinkt erst ab CHF 5'000 Jahresumsatz auf 1.1 %. Kartenzahlung kostet 2.5 % bis 3.8 %, mindestens CHF 1.20. Pro Auftrag sind höchstens CHF 100'000 möglich. Einen Spread weist die Preisseite nicht aus. Ob es einen Sparplan gibt, steht dort ebenfalls nicht. | 22. August 2026 |
| Swissquote | Bank | 1 % | noch nicht erhoben | ja, USD 10 | noch nicht erhoben | Zur Handelsgebühr kommt eine vierteljährliche Depotgebühr ab CHF 20, in die Krypto-Werte eingerechnet werden. Die Abhebung von Bitcoin auf eine eigene Adresse kostet USD 10. Die 1.0 % gelten für Stufe «Standard I»; die Staffel reicht bis 0.08 % ab USD 60 Mio. Handelsvolumen in 30 Tagen. | 9. August 2026 |
| PostFinance | Bank | 0.95 % | noch nicht erhoben | nein | ja | Ein Transfer von Kryptowährungen ist weder hinein noch hinaus möglich: Die Produktbeschreibung führt die Zeile «Transfer (Empfangen und Senden)» mit dem Wert «Aktuell nicht verfügbar». Wer bei PostFinance kauft, kann die Bitcoin nicht auf eine eigene Adresse abheben und keine eigenen einliefern. Zur Handelsgebühr kommt eine Portfoliogebühr von 0.15 % pro Jahr auf das gesamte Kryptovermögen, zuzüglich Mehrwertsteuer. Mindestbetrag USD 50 pro Auftrag und pro Sparplanrate. | 12. August 2026 |
| Yuh | App | 1 % | noch nicht erhoben | noch nicht erhoben | noch nicht erhoben | Die Preisliste führt Krypto mit 1 % und Depotgebühren ausdrücklich mit «Free». Zur Auszahlung auf eine eigene Adresse steht dort nichts. Die gebührenfreien wiederkehrenden Käufe gelten laut Fussnote ausdrücklich nur für ausgewählte ETF, nicht für Krypto. | 9. August 2026 |
| Zürcher Kantonalbank | Bank | 1 % | noch nicht erhoben | nein | noch nicht erhoben | Die Bank verwahrt ausschliesslich selbst. Ihre Hilfeseite sagt es wörtlich: «Derzeit ist es nicht möglich, Kryptowährungen an die Bank zu transferieren oder von der Bank ausliefern zu lassen.» Dazu kommt eine Mindestgebühr von CHF 10 pro Auftrag. Bei einem Sparplan über CHF 200 im Monat ist das das Fünffache des Prozentsatzes. Über Telefon oder Brief statt E-Banking verdoppelt sich der Satz auf 2.00 %. Ob für Kryptowährungen eine Depotgebühr anfällt, liess sich der Preisübersicht nicht entnehmen. | 12. August 2026 |
| Luzerner Kantonalbank | Bank | 1.8 % | noch nicht erhoben | ja, CHF 80 | noch nicht erhoben | Die Transaktionsgebühr beginnt bei 1.80 % und sinkt erst über CHF 10'000 auf 1.55 %, über CHF 100'000 auf 1.00 %. Dazu kommt eine Depotgebühr von 0.60 % pro Jahr, exklusive Mehrwertsteuer. Die Auslieferung auf eine eigene Adresse kostet CHF 80 exklusive Mehrwertsteuer pro Kryptowährung und Auslieferung, mit einem Mindestbetrag von CHF 1'000. Die Bank hält ausdrücklich fest, dass komplexe Transfers zu kostenpflichtigen Geldwäscherei-Abklärungen führen können. Einen Spread weist sie nicht aus. | 22. August 2026 |
| Valiant | Bank | 1 % | noch nicht erhoben | nein | noch nicht erhoben | Ein Transfer auf eine eigene Adresse ist ausgeschlossen. Die «Besonderen Bedingungen für Digitale Vermögenswerte» zählen auf, was der Dienst umfasst, und halten fest: «Staking und/oder eine ähnliche Tätigkeit, die Leihe sowie die Ein- und Auslieferung bzw. die Aussonderung von DV sind davon nicht erfasst.» Gehandelt wird nur werktags zwischen 08:00 und 17:30 Uhr. Zur Transaktionsgebühr von 1.00 % kommt ein Depotpreis von 0.25 % pro Jahr, exklusive Mehrwertsteuer, mit einem Mindestbetrag von CHF 50, vierteljährlich belastet; bis 28 Jahre entfällt er. Einen Spread weist die Bank nicht aus. | 22. August 2026 |
| SBB-Billettautomat (SweePay) | Automat | noch nicht erhoben | noch nicht erhoben | nein | nein | Der Automat druckt ein Paper Wallet: einen privaten Schlüssel, den ein Gerät erzeugt hat und dessen Entstehung der Käufer nicht kontrolliert hat. Eine Überweisung auf eine selbst erzeugte Adresse gibt es nicht, ein Verkauf ebenso wenig. Weder die SBB-Seite noch die Nutzungsbedingungen beziffern die Wechselgebühr. Sie wird erst am Automaten vor Kaufabschluss angezeigt. Die Kauflimite liegt laut Nutzungsbedingungen bei CHF 500 pro Tag und CHF 999 pro Monat. | 12. August 2026 |
| Raiffeisen Schweiz | Bank | Auf den eigenen Seiten kein Angebot gefunden. Auf der Übersicht der Anlageprodukte für Privatkunden stehen Vermögensverwaltung, Anlagefonds, ETF, strukturierte Produkte, Edelmetalle, Aktien und Obligationen. Kryptowährungen kommen nicht vor. Eine ausdrückliche Aussage, dass Raiffeisen kein Bitcoin anbietet, steht dort aber ebenso wenig. Das ist ein Nicht-Fund, keine belegte Absage. | noch nicht erfasst | 12. August 2026 | |||
| Migros Bank | Bank | Auf den eigenen Seiten kein Angebot gefunden. Die Übersicht der Anlagelösungen für Privatpersonen führt Vermögensverwaltung, Anlageberatung, Fondssparplan, Wertschriftendepot, eigene Fonds, strukturierte Produkte, Festgeld, Kassenobligationen, Edelmetalle und Lombardkredit auf. Kryptowährungen fehlen. Die Bank schreibt im Ratgeberteil über Bitcoin, bietet ihn dort aber nicht an. Eine ausdrückliche Absage steht nirgends. | noch nicht erfasst | 12. August 2026 | |||
| UBS | Bank | Auf den eigenen Seiten kein Angebot gefunden. Auf der Anlageübersicht für Privatkunden in der Schweiz erscheinen Vermögensverwaltungs- und Beratungsmandate, Fondskonten, Aktien und Obligationen. Kryptowährungen sind als handelbares Produkt nicht aufgeführt. Eine ausdrückliche Absage steht dort nicht. | noch nicht erfasst | 12. August 2026 | |||
Zuletzt an den Seiten der Anbieter geprüft: 22. August 2026.
Einer der aufgeführten Anbieter ist ein Partner dieser Seite:
Relai (Partnerlink, öffnet in neuem Tab)
(Code REL267439
)
. Was das bedeutet und was wir
daran verdienen, steht unter Transparenz.
Der Befund, auf den es ankommt
Kein einziger der geprüften Anbieter beziffert seinen Spread.
Der Spread: Die Differenz zwischen An- und Verkaufskurs eines Anbieters. Sie wird selten als Gebühr ausgewiesen, wirkt aber wie eine und ist mitunter der grössere Kostenblock. ist die Differenz zwischen dem Kurs, zu dem abgerechnet wird, und dem Marktkurs. Er erscheint auf keiner Abrechnung, wirkt aber wie eine Gebühr und wird vom selben Betrag abgezogen. Relai nennt ihn auf der Preisseite ausdrücklich als «eine geringe Preisspanne», ohne eine Zahl dazuzuschreiben. Die übrigen erwähnen ihn nicht.
Daraus folgt etwas Unbequemes: Jeder Vergleich ausgewiesener Gebühren, dieser hier eingeschlossen, stellt sämtliche Anbieter zu günstig dar. Das gilt für alle gleichermassen, und um einen Betrag, der sich von aussen nicht ermitteln lässt. Ein Anbieter mit 0.95 % und breitem Spread kann teurer sein als einer mit 1.00 % und engem. Wer zwischen zwei Anbietern wählt, deren ausgewiesene Gebühren sich um ein Zehntelprozent unterscheiden, wählt anhand einer Zahl, die nicht entscheidet.
Belastbar ist deshalb nur ein Kontrollkauf: einen kleinen Betrag kaufen, notieren, wie viele Bitcoin tatsächlich gutgeschrieben werden, und das gegen den Marktkurs desselben Zeitpunkts halten. Die Differenz zwischen beiden Werten ist der Spread.
Was den Preis sonst noch treibt
Drei Posten, die auf keiner Werbeseite gross stehen:
- Die Depotgebühr auf den Bestand. Sie fällt jährlich an und wächst mit dem Bestand. Über zehn Jahre ist sie bei den Instituten mit Depot der grösste Einzelposten und übertrifft die Kosten der Käufe selbst.
- Die Mindestgebühr pro Auftrag. Bei kleinen Sparplanraten bestimmt sie den Preis. Die Zürcher Kantonalbank verlangt mindestens CHF 10 pro Auftrag. Bei einer Monatsrate von CHF 200 sind das fünf Prozent, also das Fünffache des ausgewiesenen Satzes.
- Die Netzwerkgebühr beim Abzug. Sie hängt von der Auslastung des Bitcoin-Netzwerks ab und nicht vom Anbieter. Wer selten abzieht und mehrere Käufe sammelt, zahlt sie seltener.
Wie sich diese Posten über ein, fünf und zehn Jahre auswirken, rechnet der Gebührenvergleich aus, mit allen Annahmen sichtbar über der Tabelle.
Nach dem Kauf
Wer die Bitcoin auf dem Konto des Anbieters liegen lässt, hält eine Forderung gegen ein Unternehmen. Dieses Risiko kommt zum Kursrisiko hinzu, und es ist das einzige der beiden, das sich abstellen lässt: durch Selbstverwahrung: Bitcoin liegen in einer Wallet, deren Schlüssel man selbst kontrolliert, statt bei einem Anbieter. Kein Ausfallrisiko Dritter, dafür trägt man die Verantwortung für die Sicherung allein..
Dafür braucht es eine eigene Wallet und einen sicheren Ort für die Seed-Phrase: Eine Liste von meist 12 oder 24 Wörtern, aus der sich alle Schlüssel einer Wallet wiederherstellen lassen. Wer sie hat, hat die Bitcoin. Wer sie verliert, verliert sie.. Der Aufwand ist überschaubar, aber nicht null, und er wird leichter, wenn er vor dem ersten grösseren Kauf geklärt ist. Wie und wo diese Wörter aufbewahrt werden, steht unter Seed-Phrase sicher aufbewahren.
Ausweis, Daten und was davon stimmt
Zwei der häufigsten Suchanfragen zu diesem Thema lauten sinngemäss, wie man in der Schweiz Bitcoin ohne Ausweis oder anonym kauft. Die Frage verdient eine Antwort. Sie ordnet ein und leitet nicht an.
Was bei einem Kauf über ein Konto anfällt. Wer bei einem Anbieter mit Sitz in der Schweiz ein Konto eröffnet, wird identifiziert: Name, Geburtsdatum, Adresse, ein Ausweisdokument, meist ein Selfie-Abgleich. Dazu kommt die Zahlungsverbindung, über die das Geld fliesst. Der Anbieter weiss damit, wer wann wie viel gekauft hat, und er bewahrt das auf.
Warum das so ist. Wer gewerbsmässig fremde Vermögenswerte tauscht oder entgegennimmt, untersteht in der Schweiz dem Geldwäschereigesetz. Reguliert werden dabei die Anbieter. Für Privatpersonen ist Bitcoin zu kaufen, zu halten und zu verkaufen zulässig.
Ab welchem Betrag es greift. Für Wechselgeschäfte mit virtuellen Währungen gegen Bargeld oder andere anonyme Zahlungsmittel gilt ein Schwellenwert von tausend Franken. Er bezieht sich auf miteinander verbundene Transaktionen innerhalb von dreissig Tagen und nicht nur pro Tag; die FINMA hat das in ihrer Mitteilung zur Teilrevision der Geldwäschereiverordnung ausdrücklich festgehalten, in Kraft seit dem 1. Januar 2023.
Damit lässt sich der SBB-Automat einordnen. Seine Nutzungsbedingungen nennen eine Kauflimite von CHF 999 pro Monat, der Schwellenwert liegt bei tausend Franken über dreissig Tage. Ein Zusammenhang liegt nahe, ausdrücklich hergestellt wird er nirgends.
Was «anonym» dabei nicht heisst. Auch der Kauf ohne Ausweis ist nicht anonym. Die Mobilnummer ist in der Schweiz einer Person zugeordnet, und sie ist beim Automaten der Anknüpfungspunkt. Vor allem aber bleibt jede Bitcoin-Zahlung dauerhaft und öffentlich im Netzwerk sichtbar. Wer später über einen identifizierten Anbieter verkauft, verbindet damit die eigene Identität mit dieser Kette. Anonymität ist bei Bitcoin kein Zustand, den man beim Kauf einmal herstellt.
Was in der Schweiz anders ist
Der Kaufweg über die Hausbank ist hier üblicher. In Deutschland bestimmen Neobroker das Feld. Hier bieten eine Grossbank-Tochter, eine Kantonalbank und das Institut der Post Bitcoin direkt im E-Banking an. Wer zur eigenen Bank geht, findet häufiger ein Angebot und stösst dafür häufiger auf die Frage, ob er den Bitcoin je wieder herausbekommt.
Der Bargeldweg existiert noch. In vielen Ländern sind physische Kaufwege weitgehend verschwunden. Hier steht in jedem Bahnhof ein Automat, der es kann.
Und die Anbieterlandschaft ist klein genug, um sie zu überblicken. Das ist ein unterschätzter Vorteil. Statt sich durch dreissig Börsen zu arbeiten, lässt sich die Handvoll relevanter Anbieter einzeln prüfen, und zwar an der Frage nach der Abhebung auf eine eigene Adresse.
Der eine Schritt, der sich lohnt
Bevor irgendwo Geld hinfliesst, klärt sich in zwei Minuten, ob der gewählte Anbieter die Bitcoin auf eine eigene Adresse herausgibt und was das kostet. Bei mehreren Instituten lässt sich diese Frage nachher nur noch feststellen und nicht mehr entscheiden.
Häufige Fragen
Wo kann man in der Schweiz Bitcoin kaufen?
Bei spezialisierten Apps, bei Schweizer Brokern, bei mehreren Banken direkt im E-Banking und am SBB-Billettautomaten. Welcher Weg passt, hängt vor allem davon ab, ob die Bitcoin später auf eine eigene Adresse sollen.
Was kostet der Kauf von Bitcoin in der Schweiz?
Die ausgewiesenen Gebühren der geprüften Anbieter liegen bei rund einem Prozent pro Kauf. Dazu kommen je nach Anbieter eine Depotgebühr auf den Bestand, eine Mindestgebühr pro Auftrag und in jedem Fall ein Spread, den keiner von ihnen beziffert.
Kann man in der Schweiz Bitcoin mit Bargeld kaufen?
Ja, am SBB-Billettautomaten, zwischen CHF 20 und CHF 500. Bezahlt werden kann mit Bargeld, PostFinance Card oder Maestro. Ausgegeben wird ein gedrucktes Paper Wallet ohne Überweisung auf eine eigene Adresse.
Kann man in der Schweiz Bitcoin ohne Ausweis kaufen?
Am SBB-Billettautomaten genügt eine Schweizer Mobilnummer mit Sicherheitscode. Bei regulierten Anbietern mit Konto ist eine Identifikation vorgesehen. Anonym ist keiner der beiden Wege: Beim Automaten ist die Mobilnummer der Anknüpfungspunkt, und jede Transaktion bleibt dauerhaft in der Blockchain sichtbar.
Braucht es für den Kauf eine eigene Wallet?
Für den Kauf selbst nicht, die Anbieter verwahren zunächst selbst. Für das Halten über längere Zeit ist eine eigene Wallet die Voraussetzung dafür, dass die Bitcoin nicht vom Fortbestand eines Unternehmens abhängen.
Quellen
- FINMA, Teilrevision der Geldwäschereiverordnung, Medienmitteilung vom 2. November 2022 , abgerufen am
- SBB, Crypto Paper Wallet am Billettautomaten kaufen , abgerufen am
- SBB, Allgemeine Nutzungsbedingungen Bitcoin via SweePay , abgerufen am
- Relai, Preisgestaltung Schweiz , abgerufen am
- Swissquote, Preise Kryptowährungen , abgerufen am
- Yuh, Preise , abgerufen am
- PostFinance, Produktbeschreibung Krypto (460.380 de, Stand 05.2026) , abgerufen am
- Zürcher Kantonalbank, Preisübersicht Anlagegeschäft, Ziffer 2.4 , abgerufen am
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