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Hardware-Wallets im Vergleich

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Eine Hardware-Wallet hält den privaten Schlüssel von jedem Gerät fern, das im Internet hängt. Sie lohnt sich, wenn der Betrag den Gerätepreis deutlich übersteigt und du ihn länger halten willst. Darunter ist die Frage, wie du deine Seed-Phrase: Eine Liste von meist 12 oder 24 Wörtern, aus der sich alle Schlüssel einer Wallet wiederherstellen lassen. Wer sie hat, hat die Bitcoin. Wer sie verliert, verliert sie. sicherst, die wichtigere; sie entscheidet in beiden Fällen.

Erst die Frage vor dem Vergleich

Ein Gerät für CHF 150, um CHF 300 zu sichern: Das Verhältnis stimmt nicht. Das ist der häufigste Fehler bei dieser Anschaffung, und er entsteht aus einem richtigen Impuls.

Ein grober Massstab, ohne Anspruch auf eine Regel: Wenn der Gerätepreis im Bereich einiger Prozent deines Bestands liegt, ist er kaum zu rechtfertigen. Liegt er im Promillebereich, ist die Frage erledigt.

Was in der Zwischenzeit hilft, ist Sorgfalt an der Stelle, die ohnehin über alles entscheidet:

  • Eine Software-Wallet auf einem Gerät, das du kontrollierst, kein Konto bei einem Anbieter.
  • Die Wiederherstellungswörter von Hand notiert, nicht fotografiert, nicht in einem Passwortmanager, nicht in der Cloud.
  • Einmal ausprobiert, ob die Wiederherstellung funktioniert.

Wer das gemacht hat, hat den grösseren Teil der Arbeit hinter sich. Das Gerät kommt danach und ersetzt nichts davon. Ausführlich steht das unter Seed-Phrase sichern.

In eigener Sache

BitBox ist Partner dieser Seite. Wenn du über den Link unten kaufst, erhalten wir eine Vergütung; für dich ändert sich der Preis nicht.

Das ist ein Interessenkonflikt, und er sitzt in einem Vergleich an der empfindlichsten Stelle. Drei Dinge dagegen:

  1. Verglichen wird nur, was die Hersteller selbst ausweisen, mit Adresse und Abrufdatum unten. Keine Zahl aus einem anderen Vergleich.
  2. Bei jedem Gerät gleich tief gesucht: Produktseite, Sicherheitsdokumentation, Support. Wer seine Angaben in der Dokumentation führt statt auf der Verkaufsseite, soll dafür nicht schlechter dastehen.
  3. Vier der fünf Geräte haben mit dieser Seite nichts zu tun. Wo sie besser abschneiden, steht es in der Tabelle und im Text darunter.

Wie die Finanzierung insgesamt funktioniert, steht unter Transparenz.

Die fünf Geräte

Hardware-Wallets im Vergleich. Merkmale als Zeilen, Geräte als Spalten.
Merkmal BitBox02 (Partner) Trezor Safe 3 Trezor Safe 5 Blockstream Jade COLDCARD
Hersteller Shift Crypto, Schweiz Trezor, Tschechien Trezor, Tschechien Blockstream Coinkite, Kanada
Preis BitBox02 CHF 139, Nova CHF 164 USD 59 USD 129 USD 79 Mk5 USD 189, Q USD 289
Bitcoin-only als eigene Ausgabe als eigene Firmware als eigene Firmware Bitcoin und Liquid ausschliesslich
Firmware quelloffen ja ja ja ja ja
Hardware quelloffen nicht ausgewiesen ja, allgemein für Trezor-Geräte ausgewiesen ja, allgemein für Trezor-Geräte ausgewiesen ja, ausdrücklich für Firmware und Hardware nicht ausgewiesen
Sicherheitschip ATECC608B, im Nova Optiga Trust M V3 Optiga Trust M von Infineon, nach EAL6+ zertifiziert Secure Element nach EAL6+ zertifiziert, ohne Geheimhaltungsvereinbarung eingebunden kein eigener Chip; Blockstream nennt ein «virtual secure element» zwei Chips zweier Hersteller: ATECC608 von Microchip und DS28C36B von Maxim
Sicherung microSD-Karte, Wörter zusätzlich möglich 12, 20 oder 24 Wörter, dazu Multi-Share 12, 20 oder 24 Wörter, dazu Multi-Share Wörter, dazu SeedQR und Multisig-Wiederherstellung 24 Wörter
Verbindung USB-C, im Nova zusätzlich Bluetooth USB-C USB-C USB-C, Bluetooth, QR-Code USB-C, microSD, NFC, beim Q zusätzlich QR-Scanner; ab Werk abgeschaltet
Ohne Kabel nutzbar nein nein nein ja, über QR-Code ja, über microSD, beim Q auch über QR-Code

Trezor Safe 3: Am 22. August 2026 weiterhin regulär im Verkauf, neben dem neueren Safe 5.

Trezor Safe 5: Das neuere der beiden Trezor-Geräte in dieser Tabelle. Der Safe 3 bleibt daneben im Verkauf, deshalb stehen beide hier.

Blockstream Jade: Blockstream führt daneben Jade Plus (USD 169.99) und Jade Core (USD 99.00). Die Angaben hier betreffen das im Store als «Blockstream Jade Hardware Wallet» geführte Gerät.

Reguläre Preise ohne Aktionen. Zuletzt an den Seiten der Hersteller geprüft: 22. August 2026.

«Nicht ausgewiesen» heisst nicht «fehlt». Es heisst, dass die Angabe auf den eigenen Seiten des Herstellers nicht stand, weder auf der Produktseite noch in Dokumentation und Support zusammengenommen. Ob das Merkmal vorhanden ist, sagt die Tabelle damit nicht; sie sagt, dass der Hersteller nicht darüber spricht.

Und die Preise sind reguläre Preise. Zwei der vier Hersteller zeigten am Erhebungstag einen Aktionspreis. Er steht hier nicht, weil er beim Lesen mit hoher Wahrscheinlichkeit vorbei ist. Ein Vergleich, der Aktionen mitführt, wird schneller falsch, ohne nützlicher zu werden.

Wo BitBox nicht vorn liegt

Beim Preis. Trezor Safe 3 und Blockstream Jade kosten je nach Kurs etwa halb so viel. Wer ein erstes Gerät sucht und auf den Franken schaut, hat dort die günstigere Wahl. Der Trezor Safe 5 liegt mit USD 129 ungefähr auf der Höhe der BitBox02 und über dem Nova-Modell erst, wenn der Kurs mitspielt.

Bei der Offenheit der Hardware. Blockstream weist Jade ausdrücklich mit quelloffener Firmware und quelloffener Hardware aus. Trezor bezeichnet die Hardware seiner Geräte allgemein als quelloffen; die dort verlinkten Entwürfe betreffen allerdings die älteren Modelle. Bei BitBox und Coldcard steht das nur für die Firmware.

Bei der Zertifizierung des Sicherheitschips. Vier Geräte nennen ihren Chip beim Namen: BitBox den ATECC608B, Coldcard gleich zwei von zwei verschiedenen Herstellern, beide Trezor-Geräte den Optiga Trust M. Nur bei Trezor steht eine Zertifizierungsstufe daneben, nämlich EAL6+ nach Common Criteria. Beim Safe 5 kommt der Hinweis dazu, dass sie ohne Geheimhaltungsvereinbarung eingebunden wurde.

Hier hat sich etwas bewegt. Die Vergleichstabelle von BitBox schreibt dem Nova-Modell einen «certified secure chip» zu, dem älteren BitBox02 dagegen einen «secure chip» ohne diesen Zusatz. Eine Stufe nennt BitBox nicht. Damit steht die Aussage «keine Prüfung durch Dritte» für das Nova nicht mehr. Eine bezifferte Stufe weist weiterhin nur Trezor aus. Der Unterschied ist kleiner geworden und nicht verschwunden.

Beim Betrieb ohne Kabel. Coldcard und Jade lassen sich ohne Anschluss an den Rechner betreiben, über microSD-Karte oder QR-Code. Die BitBox02 wird angesteckt. Für die meisten ist das kein praktischer Unterschied; wer die Verbindung zum Rechner grundsätzlich vermeiden will, findet sie hier nicht.

Bei der verteilten Sicherung. Beide Trezor-Geräte bieten ein Verfahren an, das die Sicherung auf mehrere Teile aufteilt, Jade nennt Multisig-Wiederherstellung. Für Menschen mit mehreren Aufbewahrungsorten ist das ein echter Vorteil gegenüber einer einzelnen Karte oder einer einzelnen Liste.

Was für die BitBox02 spricht: Sie kommt aus der Schweiz, kostet in Franken und wird im Inland geliefert: kein Wechselkurs, keine Einfuhr. Die Sicherung auf die mitgelieferte Karte ist der bequemste Weg, den diese fünf bieten, und Bequemlichkeit ist bei einem Schritt, den viele aufschieben, kein kleines Argument. Und das Nova-Modell verbindet sich mit dem iPhone, was von den fünfen sonst nur Jade kann.

Was der Trezor Safe 5 mehr kann als der Safe 3

Sicherheitsseitig unterscheiden sie sich nach den Angaben des Herstellers nicht. Beide nennen denselben Chip, dieselbe Zertifizierungsstufe, dieselbe Sicherung mit 12, 20 oder 24 Wörtern und dasselbe Verfahren zum Aufteilen der Sicherung. Beide bieten eine Fassung, die nur Bitcoin unterstützt. Angeschlossen werden beide über USB-C.

Der Unterschied liegt in der Bedienung. Der Safe 5 hat einen farbigen Berührungsbildschirm mit Rückmeldung über einen Vibrationsmotor, der Safe 3 Tasten. Dafür kostet er das Doppelte: USD 129 gegenüber USD 59.

Was daraus folgt. Wer die Wörter einmal einrichtet und das Gerät danach selten anfasst, bezahlt beim Safe 5 für eine Oberfläche, die er kaum sieht. Wer häufig Beträge verschickt und dabei jedes Mal eine Adresse auf dem Bildschirm vergleicht, hat mit dem grösseren Farbbildschirm einen echten Vorteil, weil sich Vertipper darauf leichter erkennen lassen.

Warum Ledger nicht in der Tabelle steht

Die bekannteste Marke der Branche fehlt in der Tabelle. Der Grund liegt in zwei Umständen.

Belegbar ist ein Vorfall, der nicht die Geräte betraf, sondern die Kunden. Ledger hat 2020 selbst mitgeteilt, dass ein Unbefugter Zugriff auf die Datenbank des Webshops und des Marketings hatte. Betroffen waren rund eine Million E-Mail-Adressen, dazu eine kleinere Zahl vollständiger Datensätze mit Namen, Postadresse und Telefonnummer. Ledger hält in derselben Mitteilung fest, dass Zahlungsdaten und Guthaben nicht betroffen waren und der Vorfall keine Verbindung zu den Geräten hatte.

Das ist trotzdem relevant für eine Kaufentscheidung, weil eine Postadresse in Verbindung mit «besitzt eine Hardware-Wallet» eine Angabe ist, die man nicht zurückholen kann. Wer davon betroffen ist, hat es nicht in der Hand.

Warum das Gerät nicht in der Tabelle steht: Auf der Produktseite lud der Preis nicht, und zur Quelloffenheit der Software stand dort nichts. Angegeben ist ein zertifizierter Sicherheitschip. Damit blieben zwei Spalten leer, in denen bei den anderen vier ein Beleg steht.

Bitcoin-only oder viele Währungen

Weniger Code heisst weniger Angriffsfläche. Eine Firmware, die fünfzehntausend Token unterstützt, enthält Code für fünfzehntausend Token. Jede dieser Zeilen kann Fehler enthalten.

Vier der fünf Geräte bieten eine Bitcoin-only-Fassung an, Coldcard kennt gar nichts anderes. Wenn du ohnehin nur Bitcoin hältst, gibt es keinen Grund, die grössere Fassung zu wählen.

Die Wiederherstellung entscheidet

Ein Gerät ist so gut wie sein Wiederherstellungsweg, und den prüft man, bevor etwas darauf liegt.

Der Ablauf ist bei allen fünf ähnlich: kleinen Betrag aufs Gerät, Gerät zurücksetzen, aus der Sicherung wiederherstellen, nachsehen ob der Betrag wieder da ist. Wer diesen Durchgang einmal gemacht hat, weiss zweierlei: dass die Sicherung stimmt, und wie sich der Ernstfall anfühlt.

Der Unterschied zwischen den Geräten liegt hier in der Zumutung. Eine Karte einstecken ist einfacher als zwanzig Wörter abzutippen, und was einfacher ist, wird eher gemacht. Umgekehrt ist eine Karte ein Gegenstand, der verloren gehen kann, während Wörter sich vervielfältigen lassen. Beides hat seinen Preis.

Was in der Schweiz anders ist

Vier der fünf Geräte kosten Dollar. Dazu kommen Versand, der Wechselkurs und je nach Wert die Einfuhrabgaben. Was am Ende auf der Rechnung steht, lässt sich vorher nicht seriös beziffern, und diese Seite tut es deshalb nicht. Rechne beim Vergleich mit einem Aufschlag, dessen Höhe du erst im Bestellvorgang siehst.

Ein Hersteller sitzt in der Schweiz. Shift Crypto liefert aus dem Inland und rechnet in Franken. Das ist ein praktisches Argument: kein Zoll, kürzere Wege bei einem Ersatzgerät, deutschsprachiger Kontakt. Sicherer wird das Gerät dadurch nicht.

Und die Bank hat damit nichts zu tun. Wer Bitcoin bei einem Schweizer Institut kauft, kann sie nicht überall abziehen; bei zwei der geprüften geht es gar nicht. Ein Gerät nützt nur, wenn der Anbieter die Auszahlung auf eine eigene Adresse zulässt; welche das tun, steht im Anbieterüberblick.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Hardware-Wallet?

Wenn du Bitcoin längere Zeit halten willst und der Betrag den Gerätepreis deutlich übersteigt, ja. Bei kleinen Beträgen ist eine sorgfältig gesicherte Seed-Phrase auf einer Software-Wallet der sinnvollere erste Schritt.

Welche Hardware-Wallet ist die beste?

Das hängt davon ab, worauf du Wert legst. Beim Preis liegen Trezor Safe 3 und Blockstream Jade vorn, bei der Trennung vom Rechner Coldcard und Jade, bei der Offenheit der Hardware Jade, bei Lieferung und Preis in Franken die BitBox02.

Was heisst Bitcoin-only?

Eine Firmware, die nur Bitcoin unterstützt. Weniger Code heisst weniger Angriffsfläche. BitBox02, Trezor Safe 3, Trezor Safe 5 und Coldcard bieten das an, Coldcard ausschliesslich.

Ist ein teureres Gerät sicherer?

Nicht zwangsläufig. Der Preis sagt etwas über Ausstattung und Verbindungswege, nicht über die Qualität der Verwahrung. Entscheidend ist, dass du die Sicherung verstanden hast und wiederherstellen kannst.

Quellen

  1. BitBox, BitBox02, Produktseite (Shift Crypto AG) , abgerufen am
  2. BitBox, Threat Model, Sicherheitsdokumentation zum BitBox02 , abgerufen am
  3. BitBox, Webshop, Preise in CHF , abgerufen am
  4. Trezor, Safe 3, Produktseite , abgerufen am
  5. Trezor, Secure Elements in Trezor Safe devices, Knowledge Base , abgerufen am
  6. Trezor, Trezor hardware: built-in security, Knowledge Base , abgerufen am
  7. Blockstream, Jade, Produktseite im Blockstream Store , abgerufen am
  8. Blockstream, Jade, Herstellerseite , abgerufen am
  9. Coinkite, COLDCARD, Produktseite , abgerufen am
  10. Coinkite, COLDCARD, häufige Fragen , abgerufen am
  11. Ledger, Addressing the July 2020 e-commerce and marketing data breach , abgerufen am

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