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BitcoinBasis

Kaufen · Einstieg

Bitcoin-Sparplan

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Ein Sparplan kauft in festen Abständen für einen festen Betrag. Er löst damit die Frage nach dem Zeitpunkt: Sie stellt sich einmal beim Einrichten und danach bei keinem Kauf mehr. Über die Rendite sagt er nichts. Ob dabei mehr herauskommt als bei einem Einmalkauf, hängt vom Kursverlauf ab. Den kennt niemand im Voraus, du nicht und diese Seite auch nicht.

Was ein Sparplan leistet, und was nicht

Der Nutzen ist konkret und hat nichts mit dem Kurs zu tun.

Er nimmt die Zeitpunktfrage aus dem Spiel. Ohne Sparplan stehst du vor jedem Kauf vor derselben Überlegung: jetzt oder lieber warten. Diese Überlegung ist bei einem Vermögenswert, der zweistellig pro Woche schwanken kann, zermürbend. In der Praxis führt sie dazu, dass Käufe aufgeschoben und dann vergessen werden. Ein Dauerauftrag kennt dieses Problem nicht.

Er macht den Betrag planbar. Eine feste Rate lässt sich ins Budget einbauen wie eine Versicherungsprämie. Das ist der häufigere Grund dafür, dass ein Sparplan durchgehalten wird.

Was er nicht leistet: Er schützt dich nicht vor Verlusten. Kaufst du zehn Jahre lang monatlich und der Kurs steht am Ende tiefer als am Anfang, hast du Geld verloren: verteilt statt auf einmal, aber verloren. Ein Sparplan verteilt den Einstiegskurs, er verbessert ihn nicht zwangsläufig.

Warum hier keine Hochrechnung steht

Bei der Recherche zu diesem Artikel fiel auf, wonach im Zusammenhang mit Sparplänen tatsächlich gesucht wird: nach einem Rechner mit Kursannahme, nach Prognose, Zukunft, Rendite, «wie viel wäre aus 100 Franken monatlich geworden». Die Nachfrage ist eindeutig.

Diese Seite bedient sie nicht. Jede Hochrechnung eines Bitcoin-Sparplans braucht eine angenommene Rendite. Wer sie aus der Vergangenheit nimmt, unterstellt, dass die kommenden zehn Jahre den vergangenen ähneln; wer sie schätzt, erfindet sie. In beiden Fällen entsteht eine Zahl, die aussieht wie ein Ergebnis und keines ist.

Was sich dagegen rechnen lässt, ohne etwas zu behaupten, sind die Kosten. Sie ergeben sich aus Betrag, Häufigkeit und Anbieter. Das rechnet der Gebührenvergleich aus.

Tabelle mit fünf Anbietern. Je Anbieter stehen Kaufkosten, laufende Kosten und Gesamtkosten über zehn Jahre nebeneinander, dazu die Angabe, ob eine Abhebung auf eine eigene Adresse möglich ist.
Der Gebührenvergleich rechnet Kaufgebühr, Depotgebühr und Mindestgebühr über die gewählte Laufzeit zusammen.

Die Gegenseite: wann ein Sparplan teurer ist

Ein Sparplan bedeutet viele kleine Käufe. Bei einem Anbieter, der einen reinen Prozentsatz verlangt, ist das kostenneutral: Zwölf Käufe zu CHF 200 kosten dasselbe wie einer zu CHF 2’400. Sobald aber eine Mindestgebühr pro Auftrag anfällt, kehrt sich das um.

CHF 2’400 im Jahr, Gebühr 1.00 % ohne Mindestgebühr mit Mindestgebühr CHF 10
Einmal CHF 2’400 CHF 24 CHF 24
Monatlich CHF 200 CHF 24 CHF 120
Wöchentlich rund CHF 46 CHF 24 CHF 520

Diese Staffel gibt es tatsächlich. Die Zürcher Kantonalbank verlangt für Kryptowährungen 1.00 % über die digitalen Kanäle bei einer Mindestgebühr von CHF 10 pro Auftrag. Kaufst du dort monatlich CHF 200, zahlst du fünf Prozent.

Daraus folgt eine Prüfreihenfolge, die sich in zwei Minuten erledigen lässt: zuerst nachsehen, ob der Anbieter eine Mindestgebühr je Auftrag kennt, und erst danach über die Rate nachdenken. Wo eine existiert, ist die sinnvolle Rate diejenige, bei der der Prozentsatz die Mindestgebühr übersteigt. Alles darunter zahlt einen Aufschlag, der mit dem Betrag nichts zu tun hat.

Der zweite Posten, der mit der Häufigkeit nichts zu tun hat und trotzdem zählt: eine Depotgebühr auf den Bestand. Sie fällt auch in Monaten an, in denen nicht gekauft wird, und sie wächst mit dem Bestand. Über zehn Jahre ist sie bei den Instituten mit Depot der grössere Posten. Er übertrifft alles, was die Käufe selbst kosten.

Monatlich oder wöchentlich

Die Antwort ergibt sich aus den Gebühren.

Wo nur ein Prozentsatz anfällt, ist die Häufigkeit für die Kosten gleichgültig. Dann entscheidet, was sich leichter durchhalten lässt, und das ist für die meisten der Monatsrhythmus, weil er zum Lohn passt.

Wo eine Mindest- oder Fixgebühr je Auftrag anfällt, ist seltener günstiger. Wöchentlich zu kaufen vervierfacht die Zahl der Aufträge und damit den Sockel.

Ein feinerer Rhythmus verteilt den Einstiegskurs auf mehr Zeitpunkte. Ob das zu einem besseren Durchschnitt führt, hängt wieder vom Kursverlauf ab. Der Unterschied zwischen wöchentlich und monatlich ist in dieser Hinsicht klein. Bei den Gebühren ist er es nicht.

Was in der Schweiz anders ist

Der Sparplan ist hier bei Banken und Apps unterschiedlich weit verbreitet. Relai und PostFinance weisen einen aus, bei den übrigen geprüften Anbietern steht dazu nichts auf den Preisseiten; über das Angebot ist damit nichts gesagt. Bei Yuh gilt zusätzlich eine Fussnote, die man leicht überliest: Die gebührenfreien wiederkehrenden Käufe gelten ausdrücklich nur für ausgewählte ETF, nicht für Krypto.

Und die Mindestbeträge sind eine Schweizer Eigenheit in der Praxis, weil sie hier teils in Dollar angegeben sind: PostFinance verlangt USD 50 pro Sparplanrate, Relai CHF 50. Wer mit CHF 30 im Monat anfangen will, findet nicht überall einen Anbieter.

Wenn der Sparplan läuft

Zwei Dinge, die danach anstehen und gern liegen bleiben.

Dein Bestand wächst, die Verwahrung nicht mit. Ein Sparplan füllt still ein Konto beim Anbieter. Ab welchem Betrag das unangenehm wird, hängt von dir ab. Stellen wird sich die Frage in jedem Fall. Wie die Selbstverwahrung: Bitcoin liegen in einer Wallet, deren Schlüssel man selbst kontrolliert, statt bei einem Anbieter. Kein Ausfallrisiko Dritter, dafür trägt man die Verantwortung für die Sicherung allein. praktisch aussieht, steht unter Seed-Phrase sicher aufbewahren.

Abziehen kostet, und zwar pro Vorgang. Ziehst du jeden Monat ab, zahlst du die Netzwerkgebühr zwölfmal im Jahr. Sammelst du und ziehst ein- bis zweimal jährlich ab, zahlst du sie ein- bis zweimal. Seltener abzuziehen ist hier also tatsächlich günstiger.

Häufige Fragen

Ist ein Bitcoin-Sparplan sinnvoll?

Er löst ein konkretes Problem: die Frage nach dem Einstiegszeitpunkt, die sich sonst bei jedem Kauf neu stellt. Ob er finanziell besser abschneidet als ein Einmalkauf, hängt vom Kursverlauf ab und lässt sich vorher nicht wissen.

Sparplan oder Einmalanlage?

Beides ist üblich. Ein Einmalkauf legt den ganzen Betrag zu einem einzigen Kurs an, ein Sparplan verteilt ihn über viele. Der Unterschied liegt vor allem darin, wie oft eine Entscheidung getroffen werden muss. Bei Anbietern mit Mindestgebühr pro Auftrag kommt der Preis dazu.

Monatlich oder wöchentlich sparen?

Je häufiger die Rate, desto kleiner der einzelne Betrag und desto stärker fällt eine Fixgebühr oder Mindestgebühr je Auftrag ins Gewicht. Wo nur ein Prozentsatz anfällt, spielt die Häufigkeit für die Kosten keine Rolle.

Welcher Anbieter hat den besten Bitcoin-Sparplan?

Das hängt an zwei Dingen, die der Prozentsatz nicht zeigt: ob eine Mindestgebühr pro Auftrag anfällt und ob sich die Bitcoin auf eine eigene Adresse abheben lassen. Beides steht im Gebührenvergleich und in der Anbieterübersicht.

Quellen

  1. Zürcher Kantonalbank, Preisübersicht Anlagegeschäft, Ziffer 2.4 , abgerufen am
  2. PostFinance, Produktbeschreibung Krypto (460.380 de, Stand 05.2026) , abgerufen am
  3. Relai, Preisgestaltung Schweiz , abgerufen am
  4. Yuh, Preise , abgerufen am

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