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Aktuell · Anbieter

Zwei Schweizer Banken geben Bitcoin nicht heraus

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Wer bei seiner Bank Bitcoin kauft, geht davon aus, dass er sie auch abholen kann. Bei zwei der grössten Anbieter der Deutschschweiz ist das derzeit nicht vorgesehen, und beide schreiben es selbst, wenn man weiss, wo man nachsieht.

Was die beiden schreiben

PostFinance führt in der Produktbeschreibung zu ihrem Krypto-Angebot eine Zeile «Transfer (Empfangen und Senden)». Der Eintrag daneben lautet «Aktuell nicht verfügbar».

Die Zürcher Kantonalbank schreibt auf ihrer Hilfeseite: «Derzeit ist es nicht möglich, Kryptowährungen an die Bank zu transferieren oder von der Bank ausliefern zu lassen.»

Beide Male ist der Kauf möglich, der Verkauf ebenfalls. Nur der Weg heraus nicht. Was du hältst, ist ein Eintrag im System der Bank.

Warum das mehr ist als ein fehlendes Feature

Bitcoin auf einer Bank ist eine Forderung gegen die Bank. Bitcoin auf einer eigenen Adresse ist ein Schlüssel, über den nur du verfügst. Wer den Unterschied für Theorie hält, hat ihn in dem Moment praktisch, in dem er ihn braucht. Und dann lässt er sich nicht mehr herstellen.

Für den Preisvergleich heisst das: Die Abhebbarkeit ist die härtere Vergleichsdimension als die Gebühr. Ein halbes Prozent Unterschied lässt sich aussitzen; ein fehlender Ausgang nicht.

Warum das hier steht und nicht im Cluster

Es ist eine Momentaufnahme. «Aktuell nicht verfügbar» sagt selbst, dass es sich ändern kann; die Formulierung ist offensichtlich mit Bedacht gewählt. Der dauerhafte Teil, also der Vergleich der Institute und die Frage, worauf vor der Kontoeröffnung zu achten ist, steht unter Schweizer Banken mit Bitcoin.

Ein Wort zur Beleglage

Der PostFinance-Befund war der schwierigere von beiden. Er steht nicht auf der Produktseite, sondern in der Produktbeschreibung, einem PDF, das man erst finden muss. Und er steht dort nur in der deutschen Fassung: In der englischen Ausgabe desselben Dokuments fehlt die Zeile.

Wer also auf Englisch nachliest, findet die Einschränkung nicht. Das ist kein Vorwurf an die Bank; Dokumente in mehreren Sprachen laufen auseinander. Es ist ein Hinweis darauf, wie wenig ein «steht nirgends» wert ist, solange man nicht weiss, wo man gesucht hat.

Beide Angaben wurden am 12. August 2026 erhoben. Wenn du planst, bei einem der beiden Institute zu kaufen: Frag vorher nach. Die Antwort kostet eine E-Mail und entscheidet, ob du Bitcoin besitzt oder eine Gutschrift darüber.