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BitcoinBasis

Bitcoin sicher verwahren: zehn Punkte

Zuletzt geprüft:

Diese Liste geht davon aus, dass du deine Bitcoin selbst verwahrst. Sie ersetzt keine Anleitung, sondern prüft, ob das Wesentliche steht. Arbeite sie einmal komplett durch und danach einmal im Jahr erneut.

1. Die Wiederherstellungswörter existieren ausserhalb des Geräts

Zwölf oder vierundzwanzig Wörter, von Hand notiert. Nicht abfotografiert, nicht in einer Notiz-App, nicht im Passwortmanager, nicht in einer Cloud. Wer sie hat, hat deine Bitcoin, unabhängig davon, wo das Gerät liegt.

2. Die Wörter sind metallisch gesichert

Papier überlebt Wasser und Feuer nicht. Eine Stahlplatte kostet weniger als der Verlust, gegen den sie schützt. Wer beim ersten Anlauf spart, verschiebt diesen Punkt erfahrungsgemäss auf nie.

3. Es gibt eine zweite Kopie an einem anderen Ort

Ein Wohnungsbrand vernichtet sonst beides gleichzeitig. Zweiter Ort heisst: anderes Gebäude, nicht anderes Zimmer.

4. Die Wiederherstellung wurde einmal geprobt

Ein Backup, das nie zurückgespielt wurde, ist eine Vermutung. Setz die Wallet zurück und stelle sie aus den Wörtern wieder her: einmal, mit einem kleinen Betrag, bevor es ernst wird.

5. Die Empfangsadresse wird auf dem Gerätedisplay geprüft

Schadsoftware tauscht Adressen in der Zwischenablage aus. Das Display der Hardware-Wallet ist die einzige Anzeige, der du trauen kannst. Der Bildschirm des Computers gehört dazu nicht.

6. Eine mögliche Passphrase ist getrennt gesichert

Die dreizehnte oder fünfundzwanzigste Passphrase erzeugt ein separates Konto. Ohne sie sind die Wörter allein wertlos. Wer sie nutzt, braucht dafür ein eigenes Backup an einem anderen Ort als die Wörter.

7. Der Erstbetrag war ein Testbetrag

Erst ein kleiner Betrag, einmal empfangen und einmal versendet. Danach der Rest. Diese Reihenfolge kostet ein paar Franken Gebühr und erspart im Fehlerfall alles.

8. Die Geräte-PIN ist nicht dein Geburtsdatum

Sie schützt gegen den physischen Zugriff. Merken statt aufschreiben; wenn aufschreiben, dann getrennt von den Wörtern.

9. Jemand weiss, dass es diese Bitcoin gibt

Kein Zugang, aber die Existenz. Ohne diese Information gehen deine Bitcoin bei einem Unfall dauerhaft verloren. Das ist der häufigste Grund für endgültige Verluste, nicht Diebstahl.

10. Der Nachlass ist geregelt

Wer soll wie an die Wörter kommen, wenn du es nicht mehr erklären kannst? Ein versiegelter Umschlag beim Notar, ein Bankschliessfach, eine Multisig-Konstruktion. Die Lösung ist zweitrangig, die Entscheidung nicht.


Punkte 1 bis 5 sind das Fundament. Wer sie erledigt hat, hat den grössten Teil des Risikos beseitigt. Die Punkte 9 und 10 werden am häufigsten übersprungen und verursachen die endgültigsten Verluste.

Die ausführlichen Anleitungen zu den einzelnen Punkten stehen unter Verwahren.